Ergotherapie bei Kindern

Das heutige Leben unserer Kinder erfordert ein hohes Maß an Handlungsfähigkeiten. Da die Welt sich immer schneller zu bewegen scheint, der Leistungsdruck in der Schule immer stärker wird, ist es manchmal so, als würde den Kindern die Welt "über den Kopf wachsen". Unsere Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, bilden Talente aber auch Schwächen aus. Und manchmal kommen sie mit der Entwicklung nicht ganz hinterher. Dann können die Schwächen so gravierend zu sein, dass sie den Alltag des Kindes und der gesamten Familie erheblich beeintrchtigen. Ursachen solcher Beeinträchtigungen können sein:

 

  • Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration  (AD(H)S)
  • Störungen der Grob- und Feinmotorik 
  • Störungen der Graphomotorik (Schreiben, Stifthaltung)
  • Gleichgewichts- und Koordinationsschwächen
  • Störungen in der Sinneswahrnehmung (Sehen, Fühlen, Hören)
  • Körperliche und/oder geistige Entwicklungverzögerung
  • Schwächen im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen
  • Mangelnde Beziehungsfähigkeit
  • Mangelnde soziale Kompetenz
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Im Alltag des Kindes kommt es dann aufgrund dieser Beeinträchtigungen häufig zu Unruhen und Ungleichgewichten oder sogar zu vollkommener Handlungsunfähigkeit. Lebensbereiche wie Familie, Kindergarten/Schule und Freizeit leiden dann sehr. Das Kind fällt zum Beispiel durch "schlechtes Benehmen" häufig in der Schule auf, die Schulnoten werden zunehmend schlechter, das Erledigen der Hausaufgaben zieht sich stundenlang hin und wird begleitet von Frust und Wut, es werden häufig Dinge vergessen, es gibt oft Streit mit den Geschwistern, Freundschaften werden nicht gepflegt usw...

In der Ergotherapie werden mögliche Ursachen ermittelt. Ziel der Ergotherapie ist es, dem Kind Strategien an die Hand zu geben, mit denen es seinen Alltag angemessen meistern kann. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist einer der wichtigsten Bestandteile der Therapie. Außerdem findet ein regelmäßiger Austausch mit Lehrern und Erziehern des Kindes statt, so dass möglichst viele Alltagsbereiche in die Therapie miteinfließen können.